Blog Konfiguration

13. September 2016

BURNOUT PRÄVENTION MÜNCHEN

Wie Sie Burnout mit 5 einfachen Maßnahmen wirkungsvoll vermeiden

Tipp 1: Achten Sie auf eine ausgewogene Work-Life Balance!

Den Begriff kann mittlerweile schon keiner mehr hören – das Konzept an sich ist aber nach wie vor von größter Bedeutung: Bemühen Sie sich um ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit! Nur wenn ich Quellen zum Wiederaufladen meines Akkus habe, kann ich auch im Job gute Leistungen bringen ohne Auszubrennen. Immer wieder höre ich die Frage: Aber was soll ich denn tun? Fallschirmspringen, Tanzen, Skifahren, Zeit mit der Familie, Joggen, Motorrad fahren, Freunde treffen und und und – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Hauptsache Sie tun es und zwar regelmäßig!

Tipp 2: Setzen Sie sinnvolle Ziele und Prioritäten!

Häufig werden wir am Arbeitsplatz von einer riesigen Welle an Arbeitsaufträgen geradezu überflutet. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, sondern atmen Sie erstmal tief durch! Sortieren Sie dann die Aufgaben nach Dringlichkeit und erstellen Sie hierfür eine Liste. Konzentrieren Sie sich anschließend auf die ersten drei Punkte und arbeiten Sie diese der Reihe nach ab. Nach einer kurzen Pause nehmen Sie die nächsten drei Punkte in Angriff. Zudem kann es bei schnell wechselnden Anforderungen sinnvoll sein, die Prioritätenliste mehrmals täglich zu überarbeiten.

Tipp 3: Nutzen Sie Möglichkeiten der Emotionsregulation!

Wer kennt das nicht: Der Chef hat mich mal wieder unfair behandelt oder ein Kollege treibt mich mit seinem Verhalten schon zum dritten Mal heute an den Rand des Wahnsinns. Auch hier gilt: Erstmal tief durchatmen! Versuchen Sie es dann mit Übungen aus dem Bereich der Wahrnehmungslenkung, um ihre Emotionen in eine andere Spur zu bringen. Beispielsweise kann das Fokussieren auf einen angenehmen äußeren Reiz (aus dem Fenster schauen, an die frische Luft gehen, Familienbild betrachten, in die Kaffeeküche gehen und mit einem netten Kollegen reden) wahre – wenn auch kurzfristige – Wunder bewirken.

Tipp 4: Suchen Sie das Gespräch mit ihrem Chef!

Hilft das auf Dauer nichts, weil ihr Chef Sie immer wieder auf die gleiche ungute Art behandelt, sollten Sie das Gespräch mit ihm suchen. Wichtig dabei: Vermeiden Sie um jeden Preis anklagende Formulierungen oder einen scharfen bzw. beleidigten Tonfall!

Achten Sie vielmehr auf Ich-Botschaften, um dem Chef ihre Befindlichkeit zu verdeutlichen (z.B. „Ich fühle mich mit der Menge der aktuellen Aufgaben überfordert. Gäbe es eine Möglichkeit die Zuständigkeiten anders zu verteilen?“ oder „Ich würde mir wünschen, dass wir uns häufiger austauschen. Wie könnten wir das einrichten?“). Und: Bleiben Sie am Ball! Vielleicht bewirkt das erste Gespräch noch nichts – vielleicht aber das dritte oder vierte.

Tipp 5: Modifizieren Sie ihren inneren Antreiber!

Burnout-gefährdete Personen haben oft einen sehr strengen „inneren Antreiber“. Damit ist eine Haltung nach dem Motto „Nur wenn Du bestmögliche Leistung bringst, bist Du etwas wert!“ gemeint. Solche inneren Sätze sind Gift und sorgen dafür, dass wir uns selbst unter Druck setzen – einen Chef braucht es dafür häufig gar nicht. Falls Sie dazu neigen: Fangen Sie an diesen inneren Antreiber zu beobachten – Wann tritt er auf? Was sagt er zu mir? Wie „packt“ er mich? Erst wenn, ich ihn gut kenne, kann ich Schritt für Schritt anfangen ihn zu modifizieren. Leider sind diese inneren Schemata häufig so verfestigt, dass professionelle Hilfe von einem Coach oder einem Psychotherapeuten notwendig ist.