Corporate Health: Wie Ihre Mitarbeiter leistungsfähig und gesund bleiben

CORPORATE HEALTH: 5 TOP-MAßNAHMEN

Wie Ihre Mitarbeiter leistungsfähig und gesund bleiben

Das Thema Burnout spielt seit einigen Jahren eine immer wichtigere Rolle im betrieblichen Gesundheitswesen. Die Zahl der betrieblichen Fehltage wegen eines Burnout-Syndroms nimmt kontinuierlich zu. Dabei dauert eine Krankschreibung bei einem Arbeitnehmer mit Burnout im Durchschnitt 26 Tage. Für die Unternehmen bedeutet dies neben dem Ausfall einer teuren Arbeitskraft noch eine Reihe weiterer organisatorischer Probleme – es gilt Aufträge zu verschieben, Vertretungen zu organisieren sowie Mitarbeiter anzuwerben und anzulernen. Die dadurch entstehenden Kosten sind immens: Der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Folgekosten des Burnout-Syndroms in der EU auf rund 20 Milliarden Euro jährlich.

Welche Möglichkeiten gib es nun für Unternehmen die eigene Position zu stärken und gleichzeitig ihre Angestellten zu unterstützen? Das Zauberwort in diesem Kontext lautet: Prävention. Alexander Witt, Psychologischer Psychotherapeut und Coach für Unternehmen und Führungskräfte, zeigt in fünf Punkten auf, wie mit einfachen Maßnahmen eine nachhaltige Burnout-Prophylaxe im Unternehmen etabliert werden kann.

Tipp 1: Reduktion von Belastung und Aufbau von Ressourcen

Als hauptsächliche Ursache für die Überforderung im Arbeitsalltag gaben in einer repräsentativen Befragung von TNS Infratest 61% der Arbeitnehmer ein zu hohes Arbeitsvolumen oder zu starken Zeitdruck an . Natürlich müssen Deadlines eingehalten und Projekte voran getrieben werden.

In vielen Betrieben finden sich aber bei genauerem Hinschauen durchaus Potenziale, um den Druck oder die Belastung zu reduzieren – sei es durch Veränderungen in den Bereichen Administration und Koordination mit klaren Verantwortlichkeiten, der Optimierung von Schnittstellen oder einer entlastenden Personalplanung.

Falls keine unmittelbare Belastungsreduktion möglich ist, kann auch das Aufbauen von Ressourcen eine gute Option darstellen. Beispielsweise führen firmeninterne Sport- und Entspannungsangebote nachweisbar zu einer höheren Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter. Auch eine großzügigere Handhabung bezüglich der Urlaubszeiten und Arbeitspausen wirkt sich vorteilhaft auf Leistung und Konzentration aus. Empfehlenswert ist eine zehnminütige Pause etwa alle zwei Stunden mit der Möglichkeit einer räumlichen Veränderung. Die praktische Umsetzung sollte von der jeweiligen Führungskraft konkret unterstützt und vorgelebt werden.

Tipp 2: Fokussierung auf Bedürfnisse der Mitarbeiter

Fehlende Anerkennung und fehlendes Eingehen auf persönliche Bedürfnisse durch den Vorgesetzten sowie das Gefühl mangelnder Wirksamkeit zählen zu den größten Risikofaktoren bei der Entstehung eines Burnouts. Umso wichtiger ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Der Vorgesetzte muss sowohl über Wünsche und Bedürfnisse als auch über eine etwaige Überlastung der Angestellten Bescheid wissen, um etwas ändern zu können. Viele Unternehmen tragen diesem Punkt mit einem institutionalisierten, meist jährlich stattfindenden Mitarbeitergespräch Rechnung. Doch wieso so selten? Wieso nicht vierteljährlich, monatlich oder gar wöchentlich? So kann auf aktuelle Entwicklungen schneller und individueller reagiert werden. Zudem fühlt sich der Mitarbeiter ernst genommen, was wiederum Vertrauen und Motivation fördert.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Punkt: Mitarbeiter möchten wirksam sein, etwas bewegen und entscheiden dürfen. Ermöglichen Sie Ihren Angestellten mehr Entfaltungsmöglichkeiten! Die Erhöhung des Entscheidungsspielraums führt bei Mitarbeitern zu mehr Selbstwirksamkeit und ist ein wesentlicher Faktor in der Vorbeugung von Burnout.

CORPORATE HEALTH - Teil 2

Lesen Sie den zweiten Teil des Artikels “Corporate Health” und erfahren Sie weitere Tipps und Tricks!

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