Team Spirit

Team Spirit

Wenn Teams Berge versetzen, ist das kein Zufall

Ein Team, das von Erfolg zu Erfolg eilt, scheinbar mühelos eigene Grenzen überwindet und sich gegenseitig auf das nächste Level pusht – welches Unternehmen träumt nicht davon? Wie der Traum wahr werden kann, erfahren Sie hier!

Leicester City - ein Fußballmärchen

In der englischen Premier-League ereignete sich in der Saison 2015/2016 ein wahres Fußballmärchen. Anfangs noch als heißer Abstiegskandidat gehandelt, holte Leicester City unter Trainer Claudio Ranieri sensationell den Titel – und ließ dabei millionenschwere Klubs auf beeindruckende Art und Weise hinter sich. Wer vor der Saison 10 Pfund auf Leicester gewettet hatte, bekam eine Auszahlung in Höhe von 50.000 Pfund. Die Mannschaft bestand größtenteils aus Spielern, die in anderen Vereinen ausgemustert worden waren sowie aus jungen, unbekannten Spielern ohne viel Erfahrung. Dass ein Underdog an einem guten Tag eine stärkere Mannschaft besiegt, kommt immer wieder mal vor. Aber dass ein Team über ein ganzes Jahr hinweg derart über seinen Verhältnissen spielt? Bisher unvorstellbar. Wie war das möglich?Zunächst mal war da die nahezu perfekte Passung zwischen Mannschaft und Trainer. Ranieri schenkte dem Team viel Vertrauen, ließ sie an der „langen Leine“ und tauchte bisweilen als Überraschungsgast auf Geburtstagsfeiern der Spieler auf. Diese Art der Wertschätzung kam bei den Spielern äußerst gut an. Sie fühlten sich respektiert und anerkannt. Es gelang ihm eine verschworene Truppe zusammenzustellen, wo jeder für den anderen mitarbeitet. „Faule Äpfel“ gab es nicht bzw. wurden im Vorfeld aussortiert. Die Spieler sprachen häufig davon, sich „wie in einer Familie“ zu fühlen und waren daher bereit, mehr für das gemeinsame Ziel zu investieren.

Übertragen auf den Business-Kontext bedeutet das:

Ein Team kann also – bei entsprechend günstiger Konstellation – Berge versetzen. Drei Punkte sind dabei von zentraler Bedeutung:

1. Es braucht einen fähigen Leader, der gute Bedingungen schafft.

Eine Führungskraft sollte wirklich an seinen Mitarbeitern interessiert sein und einen guten Kontakt zu ihnen herstellen können. Mitarbeiter haben ein sehr feines Gespür, wann es ein Chef ernst meint und wann er eine Rolle spielt. Die Führungskraft sollte darüber hinaus in der Lage sein, die individuellen Stärken der Mitarbeiter einzuschätzen und ihnen passende Positionen zuzuweisen. Nicht jeder ist für den Vertrieb geeignet und nicht jeder genießt es stundenlang an Tabellen und Statistiken herum zu tüfteln. Auch ein konstruktiver Umgang mit Konflikten spielt eine zentrale Rolle. Kritik sollte ruhig, sachlich und wertschätzend erfolgen. Die Führungskraft hat in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion und kann alleine dadurch vieles positiv beeinflussen (siehe auch Punkt 3). Ein weiterer Punkt, der in neueren Untersuchungen konsistent gefunden wurde, betrifft die subjektive Sicherheit im Job, insbesondere was Fehler und deren Ahndung durch den Vorgesetzten anbelangt: Nur dann, wenn ich als Mitarbeiter sicher bin, dass mir bei Fehlern und unkonventionellen Handlungen kein Ärger droht, werde ich über den Tellerrand hinaus blicken und Eigeninitiative sowie kreative Ideen mit Mehrwert einbringen. Zusammengefasst lässt sich sagen: Eine starke Führungskraft schafft günstige Bedingungen, damit die Mitarbeiter bestmögliche Leistungen bringen können.

2. Es braucht Teammitglieder, die soziale Kompetenzen mitbringen.

Für ein gut funktionierendes Team sind kompetente und motivierte Teammitglieder unerlässlich. Die Mitarbeiter sollten sich in ihrem Gebiet auskennen und wenn möglich schon ein paar Jahre Berufserfahrung haben. Aber auch ein oder zwei Newcomer können einer Gruppe gut tun, weil sie frischen Wind und neue Ideen einbringen. Doch sobald das Team ein gewisses Level an Fachkompetenz erreicht hat, tritt ein anderer Faktor in den Vordergrund: Die soziale Kompetenz. Nur Teams, die einen guten Umgang untereinander pflegen, sich konstruktiv austauschen und ein differenziertes Gespür für ihre jeweilige Arbeitsatmosphäre haben, sind auf Dauer erfolgreich. Es braucht Personen, die gewillt sind, Verantwortung für das große Ganze zu übernehmen und die auch mal kritische Punkte klar und gleichzeitig wertschätzend ansprechen. In der Regel schaffen Teams es, auch ein weniger soial eingestelltes Teammitglied eine Weile “mitzuschleppen” – zumindest dann, wenn dessen soziale Defizite sich halbwegs im Rahmen halten. Bei schwierigen Fällen oder wenn ein Team gleich mehrerer solcher Kandidaten aufweist, kann der Teamzusammenhalt und letztlich der berufliche Erfolg massiv in Gefahr geraten.

3. Es braucht eine offene und konstruktive Kommunikation.

Eine konstruktive Kommunikation ist das A und O – das steht in jedem Führungskräfte-Lehrbuch und ist mittlerweile Standard Procedere. Zumindest sollte es das sein. In der Realität bleibt leider wenig bis gar nichts von dieser Best Practice übrig: Mitarbeiter geben wichtige Informationen nicht oder zu spät weiter. Vorgesetzte formulieren ihre Anliegen abwertend, streng und / oder unklar. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Stimmung im Team leidet. Dabei ist eine offene Kommunikation gar nicht so schwer. Nötig ist zum einen ein guter Rahmen, in dem sich das Team aktiv und in regelmäßigen Abständen über interne Prozesse sowie Befindlichkeiten austauschen kann. Hier bieten sich beispielsweise Team Coachings oder Supervision an. Und zum anderen spielt die innere Haltung der Führungskraft eine zentrale Rolle. Wenn die Führungskraft von der Wichtigkeit einer gesunden Kommunikation überzeugt ist und das auch genauso vorlebt, werden die Mitarbeiter mitziehen. Denn wie heißt es im Volksmund: “Der Fisch stinkt (bzw. in diesem Fall: duftet) vom Kopf her!” Hilfreich können in diesem Zusammenhang Führungskräfte Coachings sein, um die Führungskraft mit den hierfür notwendigen Kompetenzen auszustatten.

Fazit

Im Idealfall läuft eine Gruppe von alleine. Meist ist jedoch regelmäßige Supervision oder „Wartung“ wichtig, um kleine Veränderungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Wie in einer guten Ehe ist es auch in einem guten Team – nur durch kontinuierliches Arbeiten an der Beziehung kann ein tragfähiges Gebilde entstehen, das auch gelegentlichen Unwettern Stand hält.

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